Dies ist eine unvermeidliche Frage für Ingenieure, die sich mit Gebäudeautomation und HVAC-Systemintegration befassen. Inländische PLCs sind budgetfreundlich, aber wie zuverlässig sind sie? Importierte SPS haben einen höheren Preis – warum sind sie also den Aufpreis wert? Wir haben einen umfassenden Systemvergleich an realen Projekten durchgeführt und werden Ihnen heute unsere praktischen Testergebnisse mitteilen.
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Der Test wurde an der zentralen Klimaanlagensteuerung eines großen Gewerbekomplexes durchgeführt. Zu den gesteuerten Geräten gehören Start/Stopp der Kühleinheit, variable Frequenzsteuerung für Kühlwasserpumpen, Verriegelungssteuerung von Lüftungsgeräten sowie Regelung der Innentemperatur und -feuchtigkeit.
Das System integriert insgesamt 68 analoge Weichen und 42 digitale Weichen.
Für den Vergleich haben wir zwei gängige kleine bis mittlere SPS mit ähnlicher Produktpositionierung ausgewählt:
Der Preis des importierten Modells ist etwa dreimal so hoch wie der des inländischen Modells.
Beide Modelle erreichen eine ähnliche Leistung bei der Temperatur-PID-Regelung, wobei der stationäre Fehler bei beiden innerhalb von ±0,3 °C bleibt.
Unter hochfrequenten Betriebsbedingungen reagiert die Siemens-SPS etwas schneller. Dennoch ist diese winzige Lücke in herkömmlichen HVAC-Systemen kaum wahrnehmbar und hat keinen Einfluss auf die Gesamtleistung der Regelung.
Das Siemens TIA Portal verfügt über ein ausgereiftes Ökosystem und zahlreiche Funktionsblockbibliotheken und bietet ein nahtloses Online-Debugging-Erlebnis.
Inovance AutoShop wurde in den letzten Jahren schnell aktualisiert und deckt nun fast alle gängigen Funktionen ohne offensichtliche Mängel ab. Allerdings ist die Ressourcenbibliothek von Drittanbietern immer noch weniger umfangreich als die von Siemens.
Ingenieure mit Vorkenntnissen im Umgang mit Siemens-Produkten benötigen in der Regel 1 bis 2 Wochen, um sich mit heimischen SPS vertraut zu machen. Insgesamt sind die Lernkosten akzeptabel.
Beide Einheiten unterstützen gängige Protokolle wie BACnet, Modbus RTU/TCP und MQTT, die die Anforderungen der gängigsten Anwendungsszenarien erfüllen.
Schwierigkeiten treten vor allem beim Anschluss an Sensoren älterer Marken auf. Siemens ist mit einer umfassenderen Treiberbibliothek ausgestattet, während inländische SPS manchmal eine manuelle Zusammenstellung von Kommunikationsnachrichten erfordern, was die Inbetriebnahmezeit verlängert. Dies ist ein häufiges Problem auf Baustellen. Wenn Sie sich dessen im Voraus bewusst sind, können Sie viele Fallstricke vermeiden.
Nach sechs Monaten Dauerbetrieb kam es bei keiner der SPS zu unerwarteten Neustarts oder Verbindungsabbrüchen, was eine gleichermaßen zuverlässige Leistung zeigte.
Die Stabilität von Haushalts-SPS in Hochtemperatur-Geräteräumen (über 40 °C) hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Die einstmals besorgniserregenden Probleme mit der Wärmeableitung wurden weitgehend gelöst und spielen bei der Produktauswahl keine wesentliche Rolle mehr.
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Inländische SPS haben im Laufe der Jahre spürbare Fortschritte erzielt und sind für HVAC-Steuerungsanwendungen voll kompetent. Der zentrale Wettbewerbsvorteil importierter Marken hat sich von der Grundfunktionalität hin zu angesammelten Ökosystemressourcen und Markenglaubwürdigkeit verlagert.
Ihre endgültige Wahl sollte von den tatsächlichen Bedingungen Ihres Projekts abhängen und nicht nur vom Preis.
Wenn Sie Fragen zur Auswahl technischer Produkte haben, können Sie uns gerne eine Nachricht hinterlassen.